| Mittelozeanische Rücken |
|
|
|
|
Mittelozeanische Rücken (MOR)
Die atlantischen und indischen Rücken verlaufen symmetrisch zu den benachbarten Kontinenten. Der ostpazifische Rücken hingegen erstreckt sich asymmetrisch im Pazifik mit zwei Armen, die in Richtung Südamerika reichen. Der ostpazifische Rücken verläuft nach Norden durch Nordamerika hindurch und bildet dort die San-Andreas-Fault. An wenigen Stellen hat sich der Mittelozeanische Rücken über den Meeresspiegel erhoben, so zum Beispiel Island. Aufbau, Morphologie und hydrothermales WasserAufbau der ozeanischen RückenAn den Rücken driften die ozeanischen Platten auseinander und Magma steigt aus der Magmakammer auf, die vom Erdmantel gespeist wird. Unter den Rücken befindet sich eine basaltische Magmakammer, aus der Magma in die Riftstruktur intrudiert und dort zu Gängen erstarrt. Dieser sich bildende Gesteinskomplex wird Sheeted-Dyke-Komplex genannt In der Magmakammer lagert sich durch die Differentiation Peridotit ab. Auf dem Festland untersuchte Ophiolithkomplexe (Ophiolith = Schlangenstein) haben den Geologen geholfen, den Aufbau der ozeanischen Kruste zu verstehen. Diese Ophiolithe werden als ozeanische Lithosphäre, die auf Land geschoben wurde, angesehen. Der berühmteste Ophiolithkomplex ist der Troodos-Komlex auf Zypern. Morphologie und TektonikDie mittelozeanischen Rücken liegen in einer Tiefe von 2500 m unter NN. Der Meeresboden sinkt zu den Tiefsee-Ebenen auf 5000 m ab, weil die ozeanische Lithosphäre abkühlt und an Mächtigkeit zunimmt. Dazu benötigt der ozeanische Rücken 50-80 Mio. Jahre, d.h. der Rücken ist nach dieser Zeit topographisch nicht wieder zu erkennen.
An den Mittelozeanischen Rücken bilden sich Hunderttausende von Seamounts. Im Atlantik sind die Seamounts aufgrund der niedrigen Spreizungsraten bis 250 Meter hoch, einen Kilometer breit und bis fünf Kilometer lang. Am Ostpazifischen Rücken sind die Vulkane den Schildvulkanen ähnlich, sie sind einen bis zwei Kilometer breit, aber bis 100 Kilometer lang. Hydrothermale WässerSchon zu Anfang der 70er Jahre fiel auf, dass die Wärmeflussdichte an den Mittelozeanischen Rücken viel geringer als erwartet ist. Dieses Phänomen wurde durch das Eindringen von Meerwasser in den geklüfteten Die Black Smokers sind 10 Meter hohe und 0,4 Meter breite Kamine oder Schlote, die ganz aus Erzmineralen bestehen. Aus den Black Smokers schießt Wasser reich an Fe, Mn, Zn und Cu mit 200° bis 350° C und 2 bis 3 m/s in das kalte Meerwasser. Durch Abkühlung und Übersättigung bilden sich über den black smokers schwarze Wolken aus Erzmineralen. Diese sinken ab und bilden Hügel um die Kamine. Um die Smokers herum lebt eine anaerobe Fauna, die aus Bakterien bestehen, die den Schwefelwasserstoff oxidieren, der aus den Kaminen austritt. Die black smokers bilden sehr große Erzlagerstätten, die allerdings bis jetzt nur abgebaut werden, wenn sie auf eine kontinentale Kruste aufgeschoben wurden wie z.B. in Zypern.
|
|
| Aktualisiert ( Sonntag, den 18. April 2010 um 21:53 Uhr ) |